PERNI / DEIN INNENLEBEN
Dich verstehen: innere Regeln erkennen und Grenzen setzen
Du sagst Ja, obwohl dein Kalender längst voll ist. Du möchtest zuverlässig sein und merkst später, dass für deine eigenen Aufgaben kaum Raum bleibt. Solche Situationen laden dazu ein, die Regeln hinter deinen Entscheidungen genauer anzusehen.
Dieser Einstieg richtet sich an Menschen, die sich selbst besser verstehen und bewusster entscheiden möchten. Eine überschaubare Alltagssituation reicht, um anzufangen.
8 Seiten · kostenlos · ohne Anmeldung

VERSTEHEN · ANWENDEN · WEITERKOMMEN
Wenn aus einer Stärke eine starre Regel wird
Hilfsbereitschaft und Verlässlichkeit können viel bewegen. Eine Regel wie „Ich darf niemanden enttäuschen“ lässt jedoch wenig Platz, um Kapazität und andere Zusagen abzuwägen. Die Frage ist: Wann unterstützt mich diese Regel, und wann wird sie zu eng?
Innere Regeln können durch Erfahrungen, Erwartungen und Gewohnheiten entstehen. Sie sind keine Diagnose. Für die Reflexion genügt es, eine konkrete Entscheidung zu betrachten; du musst daraus keine Erklärung für deine gesamte Lebensgeschichte ableiten.
Beobachtung und Deutung auseinanderhalten
Eine Nachricht besteht nur aus „Okay.“ Das ist die Beobachtung. „Die Person ist genervt“ ist eine mögliche Deutung. Vielleicht ist sie auch schlicht einverstanden. Wenn es für deine Entscheidung wichtig ist, kannst du nachfragen.
Die Übung verlangt kein positives Denken auf Kommando. Du prüfst, was du weißt, was du vermutest und welche Information fehlt. Eine ähnliche Vorgehensweise beschreibt der NHS beim Überprüfen von Gedanken und Deutungen.
Eine Zusage bewusster treffen
Im fiktiven Beispiel des Wegbegleiters übernimmt Laura trotz vollem Kalender noch eine Aufgabe. Bevor sie das nächste Mal zusagt, prüft sie Zeitbedarf, Prioritäten und andere Möglichkeiten der Hilfe.
Ein möglicher Satz lautet: „Ich kann die Unterlagen morgen prüfen. Heute würde dafür die zugesagte Abgabe ausfallen.“ Die hilfreiche Stärke bleibt erhalten, während eine Grenze ausgesprochen wird. Formuliere für deine eigene Situation einen ebenso konkreten Satz.

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Dich verstehen – zum Mitnehmen
Acht Seiten mit verständlichem Wissen, einem Praxisbeispiel und deiner eigenen Arbeitsseite. Lies direkt im PDF oder speichere es für später.
- Eine innere Regel und ihre hilfreiche Seite erkennen
- Am Beispiel Laura zwischen Stärke, Preis und Spielraum unterscheiden
- Auf der Arbeitsseite eine flexiblere Regel formulieren
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Auf dem iPhone kannst du das geöffnete PDF über „Teilen“ in „Dateien“ sichern.
Häufige Fragen zu Dich verstehen
Wie beginne ich mit Selbstreflexion?
Wähle eine einzelne, überschaubare Situation. Notiere, was passiert ist, welche Regel dich geleitet hat und welche andere Entscheidung möglich gewesen wäre.
Muss ich ab jetzt häufiger Nein sagen?
Es gibt keine feste Quote. Du prüfst im Einzelfall, was du zuverlässig übernehmen kannst. Auch später helfen oder einen Teil beitragen kann eine passende Antwort sein.
Ist der Wegbegleiter ein psychologischer Test?
Nein. Er dient der persönlichen Reflexion und enthält keine Diagnose oder Bewertung. Er ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Wenn die Reflexion stark belastet, pausiere und suche bei Bedarf Unterstützung.

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Paperback · 272 Seiten · ISBN 9783696382070
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Von Thomas Pernpeintner · PERNI · Stand: 22. September 2026
